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Medizinische Rehabilitation - Welcher Kostenträger ist zuständig?

Insgesamt gibt es in Deutschland sieben so genannte Rehabilitationsträger, die für eine medizinische Rehabilitation, bzw. für die Kostenübernahme in Frage kommen. Bei welchem dieser Leistungsträger die Zuständigkeit liegt, muss jeweils individuell ermittelt werden und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die berufliche Situation des Antragstellers und die Frage nach der Ursache der Erkrankung. Liegt zum Beispiel ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit vor?


para Nach Antragseingang klären die Leistungsträger untereinander die Zuständigkeit ab. Ist der zuerst angesprochene Leistungsträger nicht für die medzinische Rehabilitation zuständig, muss er den Antrag innerhalb einer Frist von 14 Tagen an den zuständigen Leistungsträger weiterleiten. Leitet er den Antrag nicht weiter, ist er kraft Gesetzes zuständig.

Selbst eine Aussage zu treffen darüber, wer zuständig sein könnte, ist an dieser Stelle nicht zu leisten, da einige Leistungsträger sogar auf ihrer Internetseite darauf hinweisen, dass zuerst ein Antrag gestellt werden muss, bevor eine Zuständigkeit für die medizinische Rehabilitation geklärt werden kann. Daher geben wir hier nur einen allgemeinen Überblick über die Reha-Träger.


Die Kostenträger für medizinische Rehabilitation in Deutschland sind:

Die Bundesagentur für Arbeit und zugelassene kommunalen Träger

Die Agentur für Arbeit und die kommunalen Träger sind Rehabilitationsträger wenn es um die Förderung beruflicher Rehabilitation (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) geht und kein anderer Leistungsträger zuständig ist.

Gesetzliche Rentenversicherung und Alterssicherung der Landwirte

Dazu gehören die Deutsche Rentenversicherung (früher BfA, LVA), Bundesknappschaft, Seekasse und Bahnversicherungsanstalt. Die gesetzliche Rentenversicherung ist vor allem zuständig für Erwerbstätige, deren Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder schon gemindert ist. Dazu gehören in erster Linie Erwerbstätige, Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung, Arbeitssuchende und andere Personen mit Beitrags- oder Wartezeiten.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung erbringt medizinische Leistungen zur Rehabilitation um die gesundheitliche Situation zu verbessern und ist dann zuständig, wenn kein anderer Kostenträger vorrangig für die medizinische Rehabilitation zuständig ist.

Gesetzliche Unfallversicherung (GUV, SGB VII)

Dazu gehören gewerbliche und landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand u. a. Sie erbringen medizinische, berufliche und soziale Leistungen zur Rehabilitation und sind zuständig für Erwerbstätige, aber auch für Schüler und Studente, wenn die Einschränkung oder der Schaden Folge eines Arbeitsunfalls, Wegeunfalls oder einer Berufskrankheit sind.

Träger der Kriegsopferversorgung und Kriegsopferfürsorge

Sie erbringt Leistungen zur medizinische Rehabilitation bei Gesundheitsschäden, die im Rahmen von Einsätzen der Bundeswehr, Wehr- oder Zivildienst entstenden sind.

Träger der öffentlichen Jugendhilfe

Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Jugendämter der Stadt- und Landkreise) leisten als Rehabilitationsträger Eingliederungshilfe für seelisch behinderte oder von einer seelischen Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche. Bei ihnen liegt die Zuständigkeit, wenn kein anderer Leistungsträger vorrangig zuständig ist.

Träger der Sozialhilfe

Die Sozialhilfe erbringt Leistungen für die medizinische Rehabilitation, wenn kein anderer Träger die Kosten übernimmt. In den meisten Fällen handelt es sich um psychiatrische Rehabilitation und medizinische Rehabilitation bei Abhängigkeitserkrankungen. 

Rehabilitationsleistungen, bzw. eine Kostenübernahme übernehmen auch die Beihilfe (bei Beamten) oder die privaten Krankenversicherungen. Sie sind jedoch keine Rehabilitationsträger nach SGB (Sozialgesetzbuch) IX.

Beihilfe

Als eigenständige beamtenrechtliche Krankenfürsorge beteiligt sie sich unter bestimmten Voraussetuzungen an den Kosten für medizinische Rehabilitation und Vorsorgeleistungen. Der Anteil der Beihilfe an den Aufwendungen für die medizinische Rehabilitation richtet sich nach den individuellen Bemessungsgrundsätzen des Beihilfeberechtigten.

Private Krankenversicherung (PKV)

Ob die PKV die Kosten für ein Heilverfahren übernimmt, ist vom Umfang des individuell abgeschlossenen Vertrags des Patienten abhängig.



An wen kann man sich zuerst wenden?

Auch wenn der zuständige Kostenträger jeweils von Fall zu Fall ermittelt werden muss, kann die nachfolgende Übersicht einen Anhaltspunkt geben, an wen man sich mit seinen Fragen zuerst wenden könnte:

Arbeitnehmer/Angestellte Deutsche Rentenversicherung
Beamte Deutsche Rentenversicherung, Beihilfe
Hausfrauen, Schüler, Studenten, Kinder Krankenkasse
Bei Berufskrankheit/Arbeitsunfall Gesetzliche Unfallversicherung, bzw. Berufsgenossenschaft
Soldaten, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende Träger der Kriegsopferversorgung
Rentner Deutsche Rentenversicherung, Krankenkasse
Arbeitssuchende Bundesagentur für Arbeit
Bezieher von Sozialleistungen Sozialämter, Jugendämter
Bei Entwöhnungsbehandlungen Krankenkasse, Rentenversicherung

Informationen und Hilfe bei der Beantragung von Rehabilitationsleistungen erhalten Sie auch bei den gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation.









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